Das Crêpe-Menü mit Spaß

Ein Crêpe – der Sonne gleich
Ganz typisch für die Köstlichkeiten der Bretagne sind Crêpes. Dieser flache, runde, goldbraun gebackene Pfannkuchen besteht aus nichts als aus dem, was das Land ursprünglich hergab: feinster Buchweizen, Wasser, Eier und Salz, gewonnen aus dem Meerwasser. Dieser Teig wird, gut durchgezogen, auf einer großen runden gusseisernen Platte, der Crêpière, gebacken. Der sehr flüssige Teig wird mit einem Rechen glatt gestrichen. Die ganze Kunst besteht darin, einen wunderbar gleichmäßigen, sehr flachen, runden Kuchen auf das Eisen zu bekommen. Mit einem hauchdünnen metallenen Pfannenwender wird dieser kunstvoll vom Eisen getrennt und umgedreht. Jeder, der es einmal probiert hat, weiß, dass dazu viel Übung und Geschick notwendig sind. Für den Crêpier ist es ein Kinderspiel, es ist sein Markenzeichen, die großen hauchdünnen Pfannkuchen gekonnt zu formen und zu wenden. Die gleichmäßige Wärme der Platte zaubert nach wenigen Minuten eine goldbraune leckere Spezialität, den Crêpe – der Sonne gleich.

Aus Galette wurde Crêpe
Ursprünglich wurden aus den Resten der traditionellen Buchweizensuppe Galette gebacken. Auf einem flachen heißen Stein wurden diese „jalet“ hergestellt und herzhaft belegt. Käse, Fisch oder Speck zauberten so eine herzhafte Spezialität, die heute noch weit verbreitet ist. Im Gegensatz dazu sind Crêpes die eher süße Variante, die mit Butter, Zucker, Nuss-Nougat-Creme abgewandelt wurden. Weltbekannt wurde der Crêpe-Suzette, ein Crêpe mit dem Saft frischer Orangen, Orangenmarmelade oder Orangenlikör.